Leinöl nativ 100ml

4,50 € *

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Sofort versandfertig, Lieferzeit ca. 1-3 Werktage

  • SW10058
täglich mühlenfrisch kaltgepresst Rohkostqualität milder, nussiger Geschmack... mehr
Produktinformationen "Leinöl nativ 100ml"
  • täglich mühlenfrisch kaltgepresst
  • Rohkostqualität
  • milder, nussiger Geschmack
  • rückstandskontrolliert durch akkreditierte Fachlabore in Deutschland
  • vegan, gluten- und laktosefrei
  • reich an Omega-3 Fettsäuren (zirka 50 g alpha-Linolensäure pro 100 g)

Leinöl, auch Leinsamenöl genannt, wird aus den reifen Samen der Flachspflanze gewonnen. Unser natives Bio-Leinöl ist ein gesundes und naturbelassenes Speiseöl, das in unserer Ölmühle täglich mühlenfrisch kaltgepresst und anschließend schonend filtriert wird. Neben der Leinpflanze enthält kaum eine andere Pflanze so große Mengen der wertvollen Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure. Unser mühlenfrisch kaltgepresstes Bio-Leinöl ist ab Herstellung acht bis zehn Wochen haltbar. Die richtige Lagerung sichert die Qualität des wertvollen Vitalöls. Bitte bewahren Sie unser Bio-Leinöl stets gut verschlossen und im Kühlschrank auf.

Wertvolles Öl aus Leinsamen

Leinsamen sind die kleinen, braunen Samen der blaublühenden Leinpflanze. Sie sind von einer braunen, festen Hülle umgeben und enthalten zirka 40 g Fett pro 100 g. Zudem enthalten sie rund 20 g Ballaststoffe sowie 20 g Eiweiß pro 100 g.

LeinsamenLeinsamen unverarbeitet und geschrotet

Die Leinpflanze, auch als Flachs bekannt, gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt und wurde in der Vergangenheit vor allem als Textilrohstoff genutzt. Leinsamen, so wie auch das daraus gewonnene Leinöl, galten bereits im antiken Griechenland als Heilmittel für viele unterschiedliche Krankheiten und Beschwerden. Heute kennt man Leinsamen als Superfood und sie sind eine beliebte Zutat in Brot und Müsli. In der Ölmühle Solling stellen wir bereits seit 1996 unser mühlenfrisches Leinöl aus Leinsamen her. Dieses zählt zu den Pflanzenölen mit dem höchsten Anteil an Alpha-Linolensäure (zirka 50 g pro 100 g).

Gesundheitliche Wirkung von Leinöl

Leinsamenöl zeichnet sich durch einen extrem hohen Gehalt an Alpha-Linolensäure aus, die über die Hälfte der Fettsäuren des Öls stellt. Alpha-Linolensäure ist eine pflanzliche Omega-3-Fettsäure. Eine wesentliche gesundheitliche Wirkung ist also, die Omega-3-Versorgung des Körpers zu verbessern. Da es zugleich wenig Linolsäure enthält (eine Omega-6-Fettsäure), ist Leinsamenöl sehr gut geeignet, das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren in der Nahrung in Richtung Omega-3- zu verschieben. Dies wird seit Jahren von der Ernährungswissenschaft empfohlen, weil die heute übliche Ernährung zu viele Omega-6-Fettsäuren aufweist. Aus diesem Grund sollten regelmäßig mehr Omega-3-Fette verzehrt werden.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat in der Health-Claim-Verordnung folgenden gesundheitsbezogenen Angaben für ALA bereits zugestimmt:

Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei. Schon 2 Teelöffel (à 3 g) decken den täglichen Bedarf an 2 g ALA eines Erwachsenen. Achten Sie auf eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise.

Die Balance zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren

Leinöl im SalatLeinöl im Salat. Foto: Dana Lohmüller

Das Besondere an Leinöl ist sein hoher Gehalt an Alpha-Linolensäure, eine essenzielle Omega-3-Fettsäure. Im Laufe des letzten Jahrhunderts haben sich die Ernährungsgewohnheiten in den westlichen Ländern, so auch in Deutschland, stark verändert. Das Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren hat sich in der Nahrung von einer ursprünglich empfohlenen Balance von 3:1 auf bis nahezu 20:1 verschoben. Verantwortlich dafür sind unter anderem der regelmäßige Verzehr von Fertigmahlzeiten, Fast Food und eine einseitige Ernährung. Die Lebensmittelindustrie verwendet häufig raffinierte Speiseöle und -fette zur Herstellung von Lebensmitteln. Bei der Zubereitung werden Margarine und gehärtete Fette verwendet, die z. B. aus Sonnenblumenöl hergestellt werden und langfristig zu einem Anstieg der Omega-6-Fettsäuren im Organismus führen.

Eine richtige Balance zwischen den beiden Fettsäuren hat jedoch einen entscheidenden Einfluss auf die Funktion und den Stoffwechsel der Zellen im menschlichen Körper. Den Omega-6-Fettsäuren wird eine entzündungsfördernde und den Omega-3-Fettsäuren eine entzündungshemmende Wirkung im Organismus zugesprochen. Beide Wirkungsweisen sind essenziell für den Körper, allerdings ist das richtige Verhältnis für eine nachhaltige Gesundheit bedeutend. Leinsamen ebenso wie Leinöl sind ideal geeignet, um das Gleichgewicht zwischen Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren wiederherzustellen.

Warum unser Leinöl nicht bitter schmeckt

Viele Menschen assoziieren Leinöl in erster Linie mit einem bitteren Geschmack. Das liegt vor allem daran, dass Leinöl aufgrund seines besonderen Fettsäurespektrums im Vergleich zu anderen Speiseölen sehr empfindlich ist und häufig schon ranzig schmeckt, wenn es verzehrt wird. Leinöl enthält mehr als 50 g Alpha-Linolensäure pro 100 g. Alpha-Linolensäure, kurz ALA, ist eine essenzielle Omega-3-Fettsäure, genauer gesagt eine dreifach ungesättigte Fettsäure mit 18 Kohlenstoffatomen. Die hohe Menge an dreifach ungesättigten Fettsäuren lässt das Öl schnell oxidieren, wodurch es bei falscher Herstellung und Lagerung schnell ranzig wird und einen bitteren Geschmack annehmen kann.

Mühlenfrische Kaltpressung für beste Qualität

Der Geschmack von Leinöl bestimmt nicht nur den Genuss, sondern ist auch ein Indiz für gute Qualität. Denn frisches, hochwertiges Leinöl erkennt man vor allem an seinem milden, nicht bitteren Geschmack. Unser Leinöl wird in unserer Ölmühle im Solling täglich frisch mittels schonender Kaltpressung hergestellt und innerhalb von 24 Stunden gefiltert, abgefüllt und bis zum Versand stets kühl und dunkel gelagert. Der Schutz beginnt jedoch schon früher: Wir füllen unser Leinöl in Glasflaschen, die lichtundurchlässig sind und das Öl vor UV-Strahlen bewahrt. Jede Flasche wird beim Verschließen mit einem Springdosierer ausgestattet, der ein leichtes und tropfengenaues Dosieren ermöglicht. Neben der einfachen Dosierung hat dies noch einen weiteren Vorteil: der Sauerstoffkontakt ist geringer als bei einer großen Flaschenöffnung, wodurch das Leinöl Schutz vor der schnellen Oxidation erhält.

Immer wieder liest man im Internet von hochgeheimen Herstellungsverfahren, bei denen das Leinöl unter vollständigem Ausschluss von Licht und Sauerstoff, gewonnen wird. Mit kreativen Marketingbegriffen soll eine höhere Produktqualität suggeriert werden.

Leinöl ist ein Frischeprodukt. Wie beispielsweise bei Milch gibt es zwar viele technische und chemische Raffinessen, um die Haltbarkeit des Öls zu verlängern, diese Eingriffe tragen in der Regel aber nicht zu einer Steigerung der Qualität und Vitalität des Produktes bei.

Technisch betrachtet dauert der Weg des Leinsamens durch die Spindelpresse bis zum Öltropfen in das mit Stickstoff befüllte Fass nur knapp zwei Minuten. Weil innerhalb dieser Zeit keine analytisch messbare Oxidation stattfindet, spielt die Präsenz von Licht oder Sauerstoff während der Pressung keine nennenswerte Rolle für Frische und Qualität. Das Leinöl wird binnen 24 Stunden druckfrei filtriert und unter Luftausschluss in lichtgeschützte Glasflaschen gefüllt.

Die Leinpflanze

Leinblüte

Die Leinpflanze, auch als Flachs bekannt, gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt, die seit Tausenden von Jahren angebaut wird. Der Flachs ist eine einjährige Pflanze an seinen blauen Blüten erkennbar. Traditionell spielte sie auch in unserem Kulturkreis eine herausragende Rolle, erkennbar daran, dass viele Ausdrücke aus der Lein- oder Flachsverarbeitung Eingang in die Alltagssprache gefunden haben: Ob wir fröhlich herumflachsen, den Faden verlieren, eine Fahrt ins Blaue unternehmen, uns verhaspeln, jemanden durchhecheln oder etwas schäbig aussieht, der Ursprung all dieser Begriffe liegt in der aufwändigen Verarbeitung der Stängel des Flachses zu Leinen.

Hoch geschätzt wird der Lein seit Jahrtausenden auch wegen seiner essbaren Samen: Sie versorgen den Körper mit essenziellen Fettsäuren und Ballaststoffen. So hatte früher fast jedes Dorf seine eigene Ölmühle und Händler zogen durch die Straßen, um frisches Öl zu verkaufen. Da das Öl ein besonders hitze- und lichtempfindliches Öl ist, verlor es im Zuge der Industrialisierung jedoch an Bedeutung: Für die großtechnische Herstellung ist Leinsamenöl zu leicht verderblich und für den Handel über weite Strecken war es nicht haltbar genug. In unserer Ölmühle pressen wir das kostbare Öl aus diesem Grund täglich und stets in kleinen Chargen mühlenfrisch.

Anbauverträge mit Öko-Landwirten

Leinfeld

Gutes und frisches Bio-Leinöl erkennt man vor allem an seinem milden, nicht bitteren Geschmack. Natürlich ist die Qualität der Rohware für die Qualität des Öles entscheident. Bevorzugt arbeiten wir mit Bio-Landwirten aus unserer Region – Sebastian Baensch, Geschäftsführer der Ölmühle Solling, und Bio-Landwirt Henning Niemann aus Uetze, sehen Sie auf dem Foto im blühenden Leinfeld bei der Qualitätskontrolle.

Dieser regionale Anbau ist jedoch leider nicht immer möglich: Der Kälteeinbruch im Frühjahr 2017 und der regnerische Sommer in Deutschland sind nicht ohne Folgen für die Leinsamenernte geblieben. Der lange, trockene Sommer 2018 hatte wiederum Auswirkungen auf die Qualität der Leinsaat. So verarbeiten wir auch in diesem Jahr (2019) Naturland zertifizierte Bio-Leinsaat aus verschiedenen Anbaugebieten Europas und Übersee, die eine sensorisch und analytisch einwandfreie Qualität aufweisen.

Leinöl einfrieren für eine längere Haltbarkeit

Um die Haltbarkeit von Leinsamenöl zu erhöhen, kann man es einfrieren. Im tiefgefrorenen Zustand liegt das Öl gewissermaßen im Dornröschenschlaf. Die Glasflaschen platzen dabei nicht, da sich Öl, anders als Wasser, bei Kälte zusammenzieht. Sobald das Öl wieder aufgetaut wird, erlangt es seine physikalisch chemischen Eigenschaften zurück.
Bitte tauen Sie das Öl nur im Kühlschrank auf. Während der Tiefkühllagerung finden chemische Reaktionen (wie z. B. eine Oxidation mit Luftsauerstoff) praktisch nicht statt, sodass sich die Haltbarkeit des Bio-Leinöls erheblich verlängert (nach unseren Erfahrungen bis zu einem halben Jahr).

Leinöl und Leindotteröl - oft verwechselt und doch verschieden

Leindotterpflanze

Oft verwechselt und doch ganz verschieden: Lein und Leindotter sind völlig unterschiedliche Pflanzen. Während die Leinpflanze den Leingewächsen angehört, zählt Leindotter zur Familie der Kreuzblütengewächse, ebenso wie die Raps- oder Senfpflanze.

Sowohl die Samen der Leinpflanze als auch die Samen der Leindotterpflanze enthalten hohe Mengen der mehrfach ungesättigten Alpha-Linolensäure, auch als Omega-3-Fettsäure bekannt. Der Anteil dieser essenziellen Fettsäure liegt beim Leinöl bei zirka 50 g pro 100 g, während Leindotteröl einen Omega-3-Fettsäuregehalt von zirka 41 g pro 100 g enthält. Der Geschmack unseres Leinöls ist nussig und mild, während das Leindotteröl einen erbsigen und heuartigen Geschmack hat.

Vergleich Leinöl Leindotteröl

Durch diesen frischen Geschmack eignet sich Leindotteröl hervorragend in Kombination mit allerlei Gemüsearten. So ist es ein ideales Öl für Salate und gedünstetes Gemüse. Ähnlich wie Leinöl passt auch Leindotteröl perfekt zu Quark mit Pellkartoffeln. Aufgrund des hohen Omega-3-Anteils empfehlen wir das Öl nicht zu stark zu erhitzen, sondern es in der warmen Küche lediglich zum Dünsten zu verwenden.

Leinöl
Leindotteröl
gehört zur Familie der Leingewächse
gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse
enthält ca. 50 % Omega-3-Fettsäuren
enthält ca. 40 % Omega-3-Fettsäuren
schmeckt nussig
schmeckt heuartig / erbsig
Haltbarkeit Leinöl: ca. 2 Monate
Haltbarkeit Leindotteröl: 9 Monate

Verwendung

Natives Bio-Leinöl sollte aufgrund seiner Oxidationsempfindlichkeit nur kalt verwendet werden. Es eignet sich für Dressings, Marinaden und Dips und bereichert das Frühstücksmüsli, Smoothies und Joghurt.

Eine traditionelle Spezialität aus Schlesien sind Pellkartoffeln mit Leinöl und Quark. Natürlich kann Leinöl auch pur auf dem Löffen genossen werden. Bitte stets gut verschlossen und im Kühlschrank aufbewahren. Dort hält das Öl zirka 8 Wochen. Leinöl kann zwecks Verlängerung der Haltbarkeit auch eingefroren werden und ist dann bis zu einem halben Jahr haltbar. Leinöl ist zum Braten ungeeignet.

Weiterführende Links zu "Leinöl nativ 100ml"
Bewertungen lesen, schreiben und diskutieren... mehr
Kundenbewertungen für "Leinöl nativ 100ml"
Bewertung schreiben
Bewertungen werden nach Überprüfung freigeschaltet.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Zuletzt angesehen